UNTERLAUSSA. Am Donnerstagnachmittag wurden 11 Feuerwehren aus den Bezirken Steyr-Land und Liezen (STMK) zu einem Waldbrand in die Gemeinde Weyer, nach Unterlaussa alarmiert.
Nach der ersten Lageerkundung durch die Feuerwehren Unterlaussa und Kleinreifling konnte ein Waldbrand bestĂ€tigt werden. Aufgrund der Ausbreitung des Feuers wurde die Alarmstufe erhöht, wodurch insgesamt elf Feuerwehren mit rund 150 EinsatzkrĂ€ften alarmiert wurden. ZusĂ€tzlich standen die Polizei, die Bergrettung sowie ein Hubschrauber zur UnterstĂŒtzung im Einsatz.
Im Zuge der weiteren Erkundung zeigte sich, dass sich der Brand von gut zugÀnglichem GelÀnde bis in steile, schwer erreichbare WaldflÀchen ausgebreitet hatte. Dies stellte die EinsatzkrÀfte vor besondere Herausforderungen.
Die kilometerlange Zufahrt ĂŒber ForststraĂen machte eine umfangreiche Logistik erforderlich. Um ausreichend Löschwasser zum Einsatzort zu bringen, wurde ein Pendelverkehr mit insgesamt sechs Tanklöschfahrzeugen eingerichtet.
Die BrandbekĂ€mpfung erfolgte zunĂ€chst nur mit LöschrucksĂ€cken, bevor anschlieĂend mit Hochdruck-Rohren unterstĂŒtzt wurde. Parallel dazu sicherte die Bergrettung Feuerwehrmitglieder, die in das steile GelĂ€nde abstiegen, um dort verbliebene Glutnester gezielt abzulöschen. Ein angeforderter Hubschrauber unterstĂŒtzte die Löscharbeiten zusĂ€tzlich mit gezielten WasserabwĂŒrfen aus der Luft.
Gegen 23:00 Uhr konnte der Brand soweit unter Kontrolle gebracht werden, dass ein GroĂteil der eingesetzten KrĂ€fte wieder einrĂŒcken konnte. Die Feuerwehr Unterlaussa richtete eine Brandwache ein und setzte die Nachlöscharbeiten am darauffolgenden Tag fort.
Am Samstag, 1. August, konnte der Einsatz nach mehr als 40 Stunden erfolgreich beendet werden. Am Morgen wurde der gesamte Brandbereich nochmals mittels Drohne und WĂ€rmebildkamera kontrolliert. Dabei konnten keine weiteren Glutnester festgestellt werden.
Bezirks-Feuerwehrkommandant Wolfgang Mayr gab daraufhin offiziell âBrand ausâ und erklĂ€rte den umfangreichen Einsatz fĂŒr beendet.
Die beteiligten Feuerwehren bedanken sich bei allen eingesetzten Organisationen fĂŒr die ausgezeichnete Zusammenarbeit wĂ€hrend dieses fordernden Einsatzes.
Seitens der FF Gaflenz war der DrohnenstĂŒtzpunkt im Einsatz.
Einsatzdauer: 16:42 - 00:31 Uhr
Im Einsatz: 4 Mann mit KDO mit EFU AnhÀnger und Drohne, sowie 10 weitere Feuerwehren aus Oà und der STMK sowie der Bezirksfeuerwehrkommandant SE mit rund 130 Frau/Mann
Weitere EinsatzkrÀfte: Polizei, Rotes Kreuz, Bergrettung